Wissenswertes über unsere Glocken

Der Glockenturm befindet sich auf dem Friedhof hinter unserer Kirche.

Dieser wurde 1897 als Holzkonstruktion von Baumeister Ernst Noack ausgeführt.

Die 3 Bronze Glocken hängen in einem Glockenstuhl  aus Schmiedeeisen.

Am 31.10.1897 wurde das bei der Firma C. Albert Bierling - Dresden gegossene Geläut, anlässlich der Gründung unserer Stephanusgemeinde geweiht.

Die GROSSE GLOCKE (Ewigkeitsglocke)

Wiegt 1633 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 138 Zentimeter.
Das Relief-Symbol auf dem Glockenmantel zeigt das Auge Gottes.

Inschrift der Vorderseite: „Ehre sei Gott in der Höhe! Zur Gründung unserer Kirchgemeinde Klein - Zschachwitz, Groß – Zschachwitz, Meußlitz, Sporbitz und Zschieren im Jahre 1897.

Dank sei Gott dafür!“

Inschrift der Rückseite: Geschenk von Frau Marie verw. Giesecke, Frau Anna verw. Stadtrat Flath geb. May und den beiden Gemeinden Klein - Zschachwitz und Groß - Zschachwitz.“

Der Glockenton ist das tiefe „des“.

Die MITTLERE GLOCKE (GEBETSGLOCKE)

Wiegt 878 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 111 Zentimeter.
Das Relief-Symbol auf dem Glockenmantel zeigt das Lamm mit Kreuz.

Die Inschrift: „Friede auf Erden! – Gott, gib Fried in unserem Land, Glück und Heil zu allem Stand“.

Der Glockenton ist das „ f “.

Die KLEINE GLOCKE (Freuden - oder Kinderglocke)

Wiegt 474,5 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 91 Zentimeter.
Das Relief-Symbol auf dem Glockenmantel zeigt Taube (Heiliger Geist).

Die Inschrift: „Den Menschen ein Wohlgefallen! Den Gemeindegliedern der Gegenwart und Zukunft zur Freude und Erbauung.“

Der Glockenton ist das hohe „as“.

Große Glocke
Mittlere Glocke
Kleine Glocke
Glockenturm auf dem Friedhof

Zur Geschichte

Im 1.Weltkrieg (1914-1918) brauchten die Glocken nicht zum Einschmelzen als kriegswichtiger Rohstoff abgegeben werden, da der Klang des Geläuts 
des – f - as  als wertvoll eingestuft wurde.

Im 2. Weltkrieg (1939-1945) wurden die große und die mittlere Glocke vom Staat beschlagnahmt, am 13.12.1941 abgenommen und am 03.01.1942 bei der Erfassungsstelle abgeliefert.

Nach Ende des 2. Weltkriegs 1945 wurden auf dem so genannten „Glockenfriedhof “ in Hamburg Nachforschungen über den Verbleib der Glocken angestellt.
Diese ergaben, dass beide Glocken noch vorhanden waren.

Zuerst fand man die mittlere Glocke, diese wurde am 14.05.1948 mit dem Eilschiff „Martin“ von Hamburg abgeschickt  und kam am 27.05.1948 im Hafen Dresden - Friedrichstadt an.

Am 01.06.1948 wurde sie mit einem Pferdegespann im Hafen abgeholt.

Kinder, Kirchvorsteher und Gemeindeglieder gaben dem geschmückten Wagen unter dem Geläut der Kleinen Glocke das festliche Geleit.

Am 08.12.1949 traf auch die große Glocke wieder in Dresden ein.

Die beiden heimgekehrten Glocken wurden am 4. Advent 1949 erneut geweiht.

Seitdem rufen die 3 Glocken die Gemeinde wieder zum Gottesdienst, geleiten Brautpaare in die Kirche und Verstorbene auf Ihrem Weg zur letzten Ruhe.