Kurzchronik der Stephanuskirche – Zschachwitz

Die heutige Stephanuskirche wurde 1873 als
2. Schule in Kleinzschachwitz erbaut. Sie war in dieser Funktion der Nachfolgebau des heutigen Putjatinhauses, das bedingt durch die rasch wachsende Einwohnerzahl als Schule zu klein wurde. Auch die "Neuen Schulgebäude" waren ein Teil der putjatinischen Stiftung. Ab 1886 zeigte sich, dass auch die neuen Schulgebäude bald aus allen Nähten platzten. Deshalb wurden 1886 in Zschieren und 1898 in Großzschachwitz neue Schulen errichtet. Nachdem auch in Meußlitz und Kleinzschachwitz neue Schulgebäude entstanden, wurden die bisherigen Gebäude für eine neue Nutzung frei.

1897 wurden die Gemeinden von Groß- und Kleinzschachwitz, Meußlitz, Zschieren und Sporbitz, die bis dahin noch zur Kirchegemeinde in Dohna gehörten selbstständig.

1899 kaufte der Kirchenvorstand die Gebäude der ehemaligen Schule, die auch vor der Gemeindegründung mit für kirchliche Zwecke genutzt wurden. Bis 1901 nutzte man noch die Gebäude als Schule und Kirche. Danach entstanden in den Schulgebäuden Gemeinderäume und Wohnungen, die Turnhalle wurde zum Kirchenraum umgebaut.

Durch mehrere Anbauten erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild. Generationen von Gemeindegliedern bemühen sich seither, die auch für die Geschichte der Ortschaft Zschachwitz wichtigen historischen Gebäude mit Leben zu erfüllen und baulich zu erhalten.

1974  erfolgte eine Umgestaltung des Kirchenraums.
Altar, Kanzel und Taufstein wurden nach dem Entwurf von Diplomingenieur Möller, Dresden  neu aus Stahl und Holz gefertigt.
Für die Wand hinter dem Altar schuf der Bildhauer Erik Müller, Dresden ein Relief- Kruzifix in Nussbaum.
Am 28.4. 1974 wurde die neue Jehmlich - Orgel geweiht. Sie hat 12 Register, 2 Manuale, Pedal und 896 klingende Pfeifen.

In mehreren Abschnitten wurde das Kirchgelände offen gestaltet.  Die an die Kirche angrenzende Friedhofsmauer wurde abgebrochen und zurückverlegt, ein Labyrinth sowie mehrere Sitzmöglichkeiten wurden geschaffen. 

Die Erneuerung der Kirche und der anderen Gebäude, erweist sich nach dem Hochwasser 2002  als besonders dringlich, es hatte einiges an Schäden hinterlassen, was  eine umfassende Sanierung der Kirche und Gemeindegebäude erforderten. 2002/2003 wurden die Schäden an den Pfarrhäusern und an der Friedhofshalle beseitigt und die Gebäude teilsaniert. In einem alten Nebengebäude entstand ein neuer Gemeinderaum, der vorrangig von der Gemeindejugend genutzt wird.

2004 war endlich die Kirche an der Reihe.
Die grundlegende Sanierung umfasste folgende Bauabschnitte:

  • Abschnitt I: Trockenlegung der Außenmauern, Sanierung des Altarraumes und der Sakristei.
  • Abschnitt II: das Dach wurde neu gedeckt.
  • Abschnitt III: Komplettsanierung des Innenraums. Als erstes entfernten wir den Fußboden komplett. Es folgte dessen  Neuaufbau, die Neuverlegung des Parketts und die farbliche Neugestaltung des Kirchenraums sowie der Eingangsbereiche.
  • Abschnitt IV: Sanierung der Fassade.

Diese Arbeiten konnten 2007 abgeschlossen werden.

2009 konnten wir am Pfarrhaus I das Dach decken und die Farbe an der Fassade erneuern.
Auch unser 2. Pfarrhaus erhielt im Herbst einen neuen Anstrich.

Damit erstrahlt unser Pfarrgelände im neuen Glanz.

2010 wurde der Hof erneuert und die Regenwassereinleitung  in die Kanalisation durch eine Versickerung ersetzt.

Als weitere Sanierungsaufgabe stehen für die kommenden Jahre die Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes für den Gemeindebereich im Pfarrhaus I an.

Seit 2006 bestehende ein Schwesternkirchverhältnis der Gemeinden Dresden - Leuben und
der Stephanuskirchgemeinde Dresden - Zschachwitz.
Damit dieses nicht nur auf dem Papier steht, sollte es mit Leben zu erfüllen werden.
Am Ende dieses Weges sollte ein tragfähiges Konzept stehen, in dem sich alle Mitarbeiter und Gemeindeglieder wieder finden und dieses ausfüllen. Mit dem Schwesternkirchverhältnis sollen die
negativen Folgen der Alterspyramide ausgeglichen werden und der Gemeinde auch eine Zukunft sichern.

2010 gab es eine Reihe personelle Veränderungen im Schwesternkirchverhältnis.

Die bisherigen Pfarrer in der Stephanuskirchgemeinde wechselten am 01.01.10 nach Leuben, die Stelle in Zschachwitz wurde neu ausgeschrieben.

Herr Pfarrer Dr. Matthias Richter ist ab September 2010 Pfarramtsleiter in der Stephanuskirchgemeinde.

Frau Katharina Hesse ist ab dem 04.04.10 Kantorin im Schwesternkirchverhältnis.

Frau Caroline Bornschein ist seit September 2010 neue Gemeindepädagogin im Schwesternkirchverhältnis. In unsrer Gemeinde ist sie zuständig für den Konfirmandenunterricht (gemeinsam mit Pfarrer Dr. Richter),
die Junge Gemeinde und den Seniorenkreis.

Das Konzept für unsere Gemeinderäume im
Pfarrhaus I ergab folgende Baumaßnahmen.

2012 haben wir den Eingangsbereich und die Küche des Pfarrhaus I umgebaut, diese Arbeiten konnten im September abgeschlossen werden.

Das Lutherzimmer und Paul - Gerhardt Zimmer wurden 2013 in den Sommerferien Umgestaltet und  im September zum Erntedankfest  wieder ihrer Bestimmung übergeben. Durch das freiwerden einer Wohnung im 1. Stock des Pfarrhauses konnte in der Nachbarwohnung (auf der gleichen Etage) Wohnräume und Gemeinderäume getrennt werden.

Es entstand ein neuer Zugang zum Dienstzimmer des Pfarrers, ein Besprechungsraum und ein Büro für die Gemeindepädagogen.

2014 werden die Büroräume renoviert.
Diese Arbeiten werden im August abgeschlossen.
Alle gemeindlich genutzten Räume erstrahlen dann im neuen Glanz.

2015 im Lutherzimmer wird eine Akustikdecke eingebaut, nun hat unser Chor  auch optimale Probenmöglichkeiten. Carolin Bornschein ist als Gemeindepädagoge ausgeschieden, die Stelle wird neu ausgeschrieben. Bis zum Jahresende gab es keine Stellenneubesetzung, wir hoffen auf 2016!

2016 unser Glockenturm wurde Instand gesetzt.
Im letzte der 3 Bauabschnitte sind alle Holzteile neu gestrichen worden.
Vielen Dank allen, die an den Arbeitseinsätzen teilgenommen haben.


In unserem Büro gibt es 2 neue Mitarbeiterinnen, Frau Krönert  für das Gemeindebüro und Frau Rogowsky für die Friedhofsverwaltung. Unsere Kantorin Frau Katharina Reibiger ist seit August in Elternzeit, Frau Lioba Gebhardt übernimmt die Elternzeitvertretung.
Die nach dem Weggang von Frau Bornschein frei Stelle des Gemeindepädagogen konnte in September wieder besetzt werden. Wir begrüßen Herrn Olaf Kersten bei uns.
Gottes Segen und viel Kraft, allen neuen Mitarbeitern in unserer Gemeinde.
Bei Herrn Cornelius Reime wollen wir uns ganz herzlich bedanken, dass er die Vertretung  im Konfirmandenunterricht und der Jungen Gemeinde übernommen hat. Wir wünschen Ihm Gottes Segen und Freude an seiner Arbeit.

Leider gab es bei den Gemeindepädagogen erneute Personalveränderungen. Herr Kersten ist aus dem Dienst ausgeschieden. Dafür wird Frau Pohlink ihren Dienst zum nächstmöglichen Zeitpunkt, wahrscheinlich nach den Sommerferien bei uns antreten. Auch für die 2. Gemeindepädagogen Stelle wurde eine Bewerberin gewählt.
Frau Koloska wird hoffendlich auch nach den Sommerferien ihren Dienst in unserem Schwesternkirchverhältnis antreten.

Nach der Strukturreform 2006 gibt es nun eine neue Gemeindestrukturreform der Landeskirche
"Kirche mit Hoffnung in Sachsen" die nicht nur den Kirchenvorstand beschäftigt.

In der Gemeindeversammlung  im Mai kam es zu regen Diskusionen.
Eine weitere Gemeindeversammlung zu diesem Thema ist nach den Sommerferien geplant.

Stand Mai 2017