Geschichte des Friedhofs

Der Friedhof wurde am 22. Oktober 1893 eingeweiht.
Allerdings bestand zu dieser Zeit die Friedhofsgemeinde nur aus den politischen Gemeinden Kleinzschachwitz und Großzschachwitz, die beide im Jahr 1891 gegründet hatten.
Die Friedhofsgemeinde erwarb im Juli 1893 ca. zwei Hektar Land, auf Meußlitzer Flur gelegen, von einer Frau Kunath für jene Anlage.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts gehörten die Gemeinden Kleinzschachwitz, Großzschachwitz, Meußlitz, Sporbitz und Zschieren zur Kirchgemeinde Dohna. Diese fünf Gemeinden bildeten  bereits seit 1835 eine Schulgemeinde, waren sie doch durch den gemeinsamen Unterricht in dem vom Fürsten N. A. Putjatin 1823 gestifteten Schulhaus in Kleinzschachwitz verbunden. Mit der wachsenden Einwohnerzahl der Ortschaften in den Gründerjahren und den damit veränderten Ansprüchen bekam auch der Wunsch nach einer örtlichen Kirchgemeinde Bedeutung. Der beschwerliche Weg in den sieben Kilometer entfernten Ort zu Kirche und Friedhof war nicht mehr zeitgemäß. So kam es 1879 zur Gründung des „Kirchlichen Vereins zu Kleinzschachwitz“, der das Abhalten von Gottesdiensten und anderer kirchlicher Handlungen durch den Pfarrer aus Dohna in einem Raum des Schulhauses ermöglichte. Als 1880 die Schulgemeinde eine Turnhalle erbaute, unterstützte der „Kirchliche Verein“ dieses Vorhaben finanziell, und man richtete diese so ein, dass sie für Gottesdienste genutzt werden konnte. Mit dem Beschluss zur Gründung einer eigenen Kirchgemeinde im Jahr 1896 traten auch die Gemeinden Meußlitz und Zschieren der Friedhofsgemeinde bei. Auf dem Gelände des Friedhofs war inzwischen 1894 ein Parentationsgebäude (Feierhalle) durch den ortsansässigen Baumeister, den Zimmermeister Ernst Noack, errichtet worden. Zwei Glocken hatte man von der Gemeinde Zuschendorf käuflich erworben.

Die Gründung der Kirchgemeinde Kleinzschachwitz erfolgte am 1. August 1897. Bei den Vorbereitungsgesprächen dazu schloss sich nun auch Sporbitz an. Bereits am 26. Oktober gleichen Jahres schloss die Kirchgemeinde einen Vertrag mit der bekannten Dresdner Glockengießerei C. Albert Bierling für das Gießen von drei Bronzeglocken, die einen Des-Dur Akkord ergeben sollten. Für den Bau eines Glockenschutzhauses zeichnete wiederum der Baumeister Ernst Noack verantwortlich. Am Silvestertag des Jahres 1897 wurden die Glocken feierlich geweiht.

Als die Gemeinden inzwischen jede für sich ein Schulhaus errichteten, bekam 1899 die Kirchgemeinde das Angebot das Schulgrundstück zu kaufen, was sie gern annahm. Die Übergabe erfolgte Ende des Jahres 1900. Die Schulgebäude wurden zu Pfarrhaus nebst Wohnhaus, und die Turnhalle nach einer Renovierung zum Bethaus umgebaut.
Am 28. April 1901 erhielt per Kaufvertrag die Kirchgemeinde das Friedhofsareal von den politischen Gemeinden Klein- und Großzschachwitz.
Eine neue, größere Feierhalle entstand 1928 durch den Architekt Rudolf Kolbe aus Loschwitz.
1937 erfolgte die Eingliederung des gesamten Kirchgeländes in die Gemeinde Zschachwitz, und der Name der Kirchgemeinde änderte sich in „ Kirche und Pfarramt Zschachwitz“.
1947, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kirchgemeinde, erhielt sie den heutigen Namen „Stephanusgemeinde Dresden - Zschachwitz“.

Historischer Grabstein
Glockenturm