30 Jahre Ökumenische Versammlung

Im April 1989 wurde mit einem gut besuchten Abschlussgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche die Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung feierlich beendet. An die 19 teilnehmenden Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften wurden die Abschlusspapiere des eineinhalbjährigen Prozesses mit der Bitte übergeben, diese vor Ort umzusetzen. Der Konziliare Prozess, der Lernweg  aller christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, nahm damit weiter seinen Weg. Zugleich war die Ökumenische Versammlung „ein Glied in der Kette von Ereignissen, die zu dem führten, was man gemeinhin mit Wende bezeichnet, aber irgendwie ist die Geschichte über sie hinweggeschritten,“ schreibt Klaus Vesting, Pfarrer der Reformierten Gemeinde Dresden, in einer lohnenden Arbeitshilfe für Kirchgemeinden zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Sie entstand im Jahr 2014.

Auch zum 30. Jubiläum der Ökumenischen Versammlung sind die Themen von damals aktueller denn je. Selbst wenn „Bewahrung der Schöpfung“ heute auch „Nachhaltigkeit“ heißen könnte, „Gerechtigkeit“ vielleicht „Chancengleichheit“. Initiativen wie „Fridays for future“, „MeToo“ oder das europäische Friedensläuten im letzten Herbst verdeutlichen die Relevanz der Themen, unabhängig von der Religion. Die neue Initiative „Ökumenischer Weg“ der Sächsischen Landeskirche sieht sich ebenfalls in dieser Tradition: Sie bietet Unterstützung für Themenabende, Jugend- und Gemeindegruppen und sammelt gelungene Gemeindeprojekte, die die Themen der Ökumenischen Versammlung praxistauglich umsetzen. Einen vorläufigen Höhepunkt erreicht der Ökumenische Weg mit einem großen Ökumenischen Festtag am Buß- und Bettag, den 20. November 2019, rund um die Kreuzkirche Dresden.

Mira Körlin

https://www.oekumenischerweg.de/

https://www.infozentrum-dresden.de/wp-content/uploads/sites/12/2014/12/Arbeitshilfe_25Jahre_%C3%96V.pdf